150 GW Windkraft aus der Nordsee – Deal gerade in Dänemark unterzeichnet

Das wohl ehrgeizigste Abkommen zu erneuerbaren Energien je wurde heute am Hafen der Stadt Esbjerg in Dänemark unterzeichnet. Es heißt Die Esbjerg-Erklärung – mit dem Untertitel über die Nordsee als grünes Kraftwerk Europas.

Entsprechend Statista.comwurden von 2001 bis 2021 weltweit rund 837 Gigawatt (GW) Windkraftleistung installiert. Das Kapitel Windkraft in Die Esbjerg-Erklärung gibt Ziele für Offshore-Wind bis zu mindestens 150 GW bis 2050 an. Die aktuelle Windkraftkapazität in Dänemark beträgt etwa 5 GW, die Hälfte an Land und die Hälfte vor der Küste.

10.000 der größten heute verfügbaren Windenergieanlagen werden für diese Kapazitätsskala benötigt, die etwa 200 Millionen europäische Haushalte mit Energie versorgen kann. Um jedoch bis 2050 CO2-Neutralität zu erreichen, sind weitere 8- bis 10-mal mehr Kapazitäten erforderlich. Erreicht wird dies durch noch mehr Wind onshore und onshore sowie den aggressiven Ausbau der Solarenergie an Land und auf Dächern.

Hier der vollständige Deklarationstext:

Energiesicherheit und der Kampf gegen den Klimawandel sind von entscheidender Bedeutung für die Zukunft der Europäischen Union. Unter Hinweis auf die Schlussfolgerungen von Versailles zum Thema Energie, die Mitteilung der Europäischen Kommission „Gemeinsame europäische Aktion für bezahlbarere, sicherere und nachhaltigere Energie“ und „the most jüngsten IPCC-Bericht und die Kenntnisnahme der Europäischen Kommission REPowerEU Ankündigung vom 18. Mai wollen wir dringend und unverzüglich handeln. Die jüngsten geopolitischen Ereignisse werden unsere Bemühungen beschleunigen, den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu reduzieren und den Einsatz erneuerbarer Energien für mehr Energieresilienz in Europa zu fördern.

Daher werden wir fossile Brennstoffe, einschließlich russischem Öl, Kohle und Gas, zunehmend durch europäische erneuerbare Energie aus der Nordsee ersetzen, einschließlich Offshore-Windenergie und grünem Wasserstoff, um sowohl zur Klimaneutralität als auch zur Energiesicherheit der EU beizutragen.

Um dies zu erreichen und den Weg für den weiteren Ausbau der Offshore-Windkraft zu ebnen, haben wir beschlossen, gemeinsam The North Sea als Green Power Plant of Europe zu entwickeln, ein erneuerbares Offshore-Energiesystem, das Belgien, Dänemark, Deutschland und die Niederlande und möglicherweise andere verbindet Nordseepartner, darunter die Mitglieder der Nordsee-Energiekooperation (NSEC). Als Mitglieder von NSEC werden wir auf der bereits geleisteten Arbeit aufbauen und Strategien umsetzen, um unsere Ziele in enger Zusammenarbeit mit den anderen regionalen Ländern und der Europäischen Kommission zu erreichen. Dabei streben wir ein ausgewogenes Nebeneinander ökonomischer und ökologischer Belange an.

Die Nordsee als grünes Kraftwerk Europas wird aus mehreren verbundenen Offshore-Energieprojekten und -knotenpunkten, Offshore-Windenergie in großem Maßstab sowie Strom- und grünen Wasserstoff-Verbindungsleitungen bestehen. Wir streben einen kosteneffizienten Ausbau von Offshore-Wind an, der das Potenzial der Nordsee sowohl für die angeschlossenen Länder als auch für die Europäische Union insgesamt auf die vorteilhafteste Weise nutzt.

Gemeinsam haben wir uns ehrgeizige kombinierte Ziele für Offshore-Windenergie von mindestens 65 GW bis 2030 gesetzt. Basierend auf der Nordsee als grünes Kraftwerk Europas wollen wir gemeinsam unsere Gesamtkapazität an Offshore-Windenergie auf mindestens 150 GW mehr als verdoppeln bis 2050, Bereitstellung von mehr als der Hälfte der Kapazität, die erforderlich ist, um die EU-Klimaneutralität gemäß der Strategie der Europäischen Kommission für erneuerbare Offshore-Energien zu erreichen.

Dies wird zu einer groß angelegten Onshore- und Offshore-Produktion von grünem Wasserstoff beitragen. Wir haben uns bereits bis 2030 kombinierte Ziele von rund 20 GW Produktionskapazität gesetzt und wollen unsere Produktion bis 2050 noch weiter ausbauen.

Die Erklärung wird von der dänischen Premierministerin Mette Frederiksen unterzeichnet; der Premierminister der Niederlande,
Mark Rutte; der Premierminister von Belgien, Alexander de Croo; und Bundeskanzler Olaf Scholz.

Alles in allem ist dies eine große Sache, aber es ist immer noch nur der Anfang. Synthetische Kraftstoffe tragen wesentlich dazu bei, das zeitweilige und teilweise überschüssige Energieangebot von Sonne und Wind zu nutzen. Die Nordsee ist der perfekte Ort für ein Großprojekt wie dieses: Relativ flaches Wasser, stabile Winde, viel Platz und die Nähe zu den Küsten von 8 europäischen Ländern, die von den umfangreichen Bauarbeiten profitieren werden.

Es stehen jedoch viele Herausforderungen in Bezug auf den Ausbau und die Kontrolle des Verteilungsnetzes und die Genehmigungsbürokratie bevor, aber Dänemark hat diesbezüglich jahrzehntelange Erfahrung Baukoordination.

Foto von DR.dk Fernsehnachrichten, wo auch der Präsident der Europäischen Kommission bei der Unterzeichnungsveranstaltung anwesend war.


 


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