Asiatische Schwellenländer treten in die Spätphase eines Bärenmarktes ein: Morgan Stanley


Asiatische und Schwellenmärkte treten in die Spätphase eines Bärenmarktes ein, sagten die Analysten von Morgan Stanley am Mittwoch in ihrem Aktienmarktausblick zur Jahresmitte. Die kurzfristigen Risiken, so das Research- und Maklerhaus, seien bekannt, aber hoch.

Typischerweise spricht man von einer Bärenphase, wenn die Frontline-Aktienindizes um 20 Prozent oder mehr von ihrem jüngsten Hoch fallen.

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„Asien- und EM-Aktien treten in die Spätphase eines Bärenmarktes ein, der durch Bewertung, Regulierung, Geopolitik und Lieferkettendruck hindurchgegangen ist. Kurzfristige Risiken sind bekannt, aber immer noch hoch. Auf regionaler Ebene sehen wir ASEAN und den Nahen Osten als Nutznießer der höheren Inflation und des globalen Bildes der Ressourcenknappheit, mit günstigen makroökonomischen Stabilitätspositionen und Wachstum, das durch die Wiedereröffnung unterstützt wird. Nordasien wird durch schwächere Exportaussichten und einen halben Abwärtszyklus stärker herausgefordert“, schrieben Analysten von Morgan Stanley in einem kürzlich erschienenen Bericht unter der Leitung von Jonathan F. Garner, ihrem Chefstrategen für Asien und Schwellenmärkte, in der jüngsten Mitteilung.








DIAGRAMM: Globale Prognose von Morgan Stanley

Für die nächsten 12 Monate prognostiziert Morgan Stanley spannengebundene Märkte für Aktien, Kredite, Renditen und den US-Dollar. Als Basisszenario wird der MSCI EM-Index im zweiten Quartal 2023 (Q2-23) auf 1060 festgesetzt – ein bescheidenes Plus von rund 3 Prozent gegenüber den aktuellen Niveaus.


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Das Bear-Case-Szenario, das durch Rezession, starke Verschärfung der Finanzbedingungen, Wachstumseinbruch, Aufkleberinflation, strengere Covid-Beschränkungen in China und negative geopolitische Entwicklungen in Europa gekennzeichnet ist, und das Bull-Case-Szenario, das den jüngsten Aktienrückgang vorsieht, liegen nur in der Mitte -Zykluskorrektur erwartet Zinserhöhungen wie prognostiziert, gesunde Verbraucher- und Unternehmensbilanzen trotz Wachstumsrückgang und positiver geopolitischer Lage in Europa halten diesen Index bis Q2-23 auf 890 bzw. 1340 fest.

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Eine bullische Ausnahme bleibt jedoch Energie, wo sie eine über dem Konsens liegende Prognose haben und Energie weiterhin als Absicherung gegen positive Carry-Inflation bevorzugen. Eine positive Einstellung gegenüber Energie und folglich eine größere Vorsicht gegenüber Metallen hat dazu geführt, dass sie in Rohstoffen übergewichtet sind.

Makro- und Gewinndatenpunkte, sagte Morgan Stanley, schwächen sich weiter ab, da sich die Weltwirtschaften in spätere Zyklusphasen bewegen. Der Kostendruck bleibt seiner Meinung nach ein Problem für Unternehmen auf der ganzen Welt und warnt vor Risiken für die Margenerwartungen globaler Unternehmen für die kommenden Quartale angesichts hartnäckiger Input-/Arbeitskosten.

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Der US-Aktienmarkt ist mit einer Vielzahl von Risiken konfrontiert, von einem verlangsamten Makrowachstum über Kostendruck/Inflation bis hin zu einer restriktiven Fed. Diese Risiken, gepaart mit immer noch hohen Bewertungsniveaus, untermauern unsere Ansicht, dass die USA in den nächsten 12 Monaten wahrscheinlich unterdurchschnittlich abschneiden werden“, sagte Morgan Stanley.

In Bezug auf die Region hat Morgan Stanley Brasilien auf übergewichtet heraufgestuft und bevorzugt weiterhin Rohstoffexporteure, darunter Saudi-Arabien, Australien, Indonesien und Singapur, als Nutznießer des ASEAN-Aufschwungs. Unter den Regionen hat Morgan Stanley Mexiko wieder auf untergewichtet, das neben Neuseeland und Ungarn weiterhin strukturell herausgefordert bleibt.

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